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Willkommen auf der Homepage der Gesellschaft zu Schuhmachern Bern

Michel Voutat, ObmannLiebe Stubengenossinnen, liebe Stubengenossen,


Die Zeit in der wir leben ist nicht ganz einfach. Vor allem wenn wir uns über die Landesgrenze hinaus umschauen. In Syrien werden täglich Unschuldige ermordet und Menschenrechte mit Füssen getreten. In Nordkorea testet ein Verrückter atomare Langstreckenraketen und reizt die USA bis aufs Blut. In Afrika verhungern Menschen, weil der Kontinent nicht im Fokus der Grossmächte liegt.

Und in der heilen Schweiz? Auch vor unserer Haustür schreitet ein Wertewandel rasend schnell voran. Die Individualisierung, Digitalisierung und Entsolidarisierung verändern unsere Gesellschaft nachhaltig. Was geht das uns an, werden sich einige von Ihnen fragen? Uns geht es ja gut – sehr gut sogar. Ich denke, der schleichende Wertewandel, das immer stärkere Auseinanderklaffen von individuellen und gesellschaftlichen Normen, tangiert auch uns. Werte, die noch vor einigen Jahren wichtig waren, werden von anderen Werten abgelöst. Wertvorstellungen, mit denen wir aufgewachsen sind und nach denen wir unser Leben (noch) zu gestalten versuchen, stehen plötzlich nicht mehr im Vordergrund.

Und was können wir Schuhmacherinnen und Schuhmacher gegen diese Entwicklung tun? Wir wollen einerseits an den bewährten Werten wie Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit, Respekt sowie Fairness festhalten. Und andererseits gewisse überholte Traditionen überdenken und evtl. neu ausrichten. Im zu Ende gehenden Jahr hat sich das Vorgesetztenbott Gedanken gemacht, ob die angebotenen Kaffeenachmittage noch einem breiten Bedürfnis entsprechen, ob beim Kinderfest weiterhin ein Silbergeschenk abgegeben werden soll, und ob unsere „Beamten“ über das nötige Rüstzeug verfügen, um ihren immer komplexeren Job ebenso sachgerecht wie effizient zu erledigen.

Anzeichen, dass diese Fragen nicht aus der Luft gegriffen sind, gibt es einige: Einzelne Zunftanlässe werden kaum noch besucht. Unseren Kindern bedeutet ein Silberlöffel nichts mehr, ein iPhone oder ein iPad dagegen alles. Die Berufswelt hat sich in den letzten Jahren enorm verändert, wurde schnelllebig, sehr fordernd und hektisch. Als Folge davon wird es immer schwieriger,geeignete Personen für ein Amt im Interesse unserer Gesellschaft zu gewinnen. Denn heutzutage zählt die Ehrenamtlichkeit als Anreiz nicht mehr so, wie das bei früheren Generationen der Fall war.  Das Vorgesetztenbott wird 2017 seine Abklärungen und Diskussionen fortsetzen sowie sanfte Neuerungen einleiten. Woran wir aber immer festhalten wollen, sind Achtung, Wertschätzung, Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit. Wir wollen uns untereinander stets Respekt zollen.

Als Obmann danke ich Ihnen im Namen des Vorgesetztenbotts herzlich für das aktive Leben sowie Erleben unserer bewährten Werte, denn wir verstehen unsere Zunft als eine grosse Familie. Tragen wir Sorge dazu – gemeinsam schaffen wir es!

Härzlechi Zunft-Grüess und bis gly

Michel Voutat, 

Öje Obme

1.11. 2016 

Zunftanlässe
24.02.2017 19:00
Schuesole-Ässe für Herren, Zunftstube
 
03.03.2017 19:00
Gablechränzli für Damen, Zunftstube
 
22.03.2017 14:30
Familiennachmittag mit Zvieri

 

 
05.05.2017 18:30
Grosses Bott, Zunftstube

 

 
01.06.2017 13:00
Seniorinnen- und Seniorenausflug 64+

 

 
17.06.2017 14:00
Kinderfest, Innere Enge

 
04.11.2017 19:00
Zunftfest 2017

 

 
01.12.2017 18:30
Grosses Bott, Zunftstube

 

 
Aktueller Zunftbrief
Die elektronische Version des neusten Zunftbriefs können Sie hier herunterladen.

Stubenschreiberamt
Infolge Rücktritt des Amtsinhabers wird auf 1. Juni 2017 das Stubenschreiberamt unter den Gesellschaftsangehörigen ausgeschrieben. Bewerbungen sind bis am 31.März 2017 zu richten an den Obmann, Herrn Michel Voutat, Kirchweg 6c, 3076 Worb. Dieser gibt auch Auskunft über das Pflichtenheft. - Gesellschaft zu Schuhmachern - Der Stubenschreiber - Roland Grundmann